ÖPNV muss langfristig für Kinder und junge Menschen kostenfrei und bedarfsorientierter werden

Wir wollen unsere Forderung für einen kostenfreien ÖPNV für Kinder und junge Menschen erneut auffrischen. Die Kommunalisierung des ÖPNV im Ilm-Kreis bietet viele Möglichkeiten diesen bedarfsorientierter und sozialer für alle Menschen im Ilm-Kreis zu gestalten. Konkret bedeutet dies, dass sowohl die Ticketpreise sozialverträglich als auch die Linienstreckenführung mit synchronisierter Anbindung an die Bahn konzipiert sein muss. „Langfristig muss der ÖPNV für junge Menschen kostenfrei werden, kurzfristig muss die Anwendung des Schülermonatstickest auf den gesamten Landkreis ausgeweitet werden.“, so unser Kreisvorsitzender Maximilian Reichel-Schindler. „Wie immer spielt die Finanzierung eine große Rolle. Als Pilotprojekt schlagen wir vor, dass junge Menschen ihr Schülermonatsticket mit einem kleinen Aufpreis, nicht nur auf der Strecke zur Schule nutzen können, sondern im gesamten Gebiet des Kreises.“, so Max weiter. Aus unserer Sicht wird somit die Vereinsarbeit gestärkt, da junge Menschen unabhängig vom Geldbeutel und der Zeitkapazitäten der Eltern eigenständig zum Training oder Proben der Vereine fahren können und eine höhere Flexibilität der Freizeitgestaltung erreicht wird. In diesem Zusammenhang muss dabei eine verstärkte analoge und digitale Bürger*innenbeteiligung bei der Erstellung der Linienführung und Fahrzeiten erfolgen. Auch das Einsetzen von Rufbussen muss in Betracht gezogen werden. Zur Generationengerechtigkeit gehört, dass auch ältere Menschen begünstigt werden. „Das Ausspielen der Interessen von jungen und älteren Menschen darf nicht passieren. Ein Miteinander muss es geben.“, so Max. Die SPD Ilm-Kreis hat dazu ein vergünstigtes Ü65-Ticket ins Kommunalwahlprogramm aufgenommen. 

Ein weiterer Schwerpunkt stellt der städtische ÖPNV in Ilmenau da. Studierende der TU Ilmenau nutzen kaum die städtischen Linien, weil die Fahrzeiten nicht auf die Vorlesungszeiten noch auf die Zugabfahrtszeiten abgestimmt sind. Zudem dauert es mehr als eine halbe Stunde, um vom Campus in die Innenstadt zu fahren, das ist für Studierende unattraktiv, so die Sicht der Hochschulgruppe der Jusos an der TU Ilmenau. „Wir müssen den städtischen ÖPNV in Ilmenau mehr an die Bedürfnisse der Ilmenauer Studierenden anpassen, dann werden die Stadtlinien mehr genutzt.“, so Max abschließend.